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Die 47 Samurai
Kein Aufenthalt im Ausland ohne auch etwas geschichtliches unterzubringen: mit
Japan verbindet man als Europäer am ehesten die Samurai. Selbst heutzutage
ist diese Geschichte noch vielen Japanern bekannt und mir nun auch. Denn ich
habe den Sengakuji-Tempel besucht, der zur Soto-Zen-Sekte gehört und einer
der Haupttempel dieser Sekte ist.

Bildquelle: Eigene Aufnahme. Sengakuji Tempel.
Die Geschichte der Samurai geht folgendermaßen: Asano Naganori war 1701
Daimyo am Hof des Shogun und wurde beauftragt, den Neujahrsempfang für
den kaiserlichen Gesandten aus Kyoto zu organisieren. Die Feinheiten des
Empfangsprotokolls sollten ihm von Kira Kozukenosuke beigebracht werden, der
ihm jedoch nicht alles beibrachte, um ihn bloßzustellen. Als Folge der
Provokation erhob der Daimyo das Schwert gegen Kira Kozukenosuke, ohne ihn
aber zu töten. Da man jedoch sein Schwert am Hof des Shoguns nicht
ziehen durfte, drohte dem Daimyo nun die Todesstrafe. Noch am selben Tag musste
Asano Naganori sterben und er durfte dabei den rituellen Selbstmord, "seppuku"
genannt, begehen.

Bildquelle: Eigene Aufnahme. Anführer der Samurai: Oishi Kuranosuke.
Die Samurai des Daimyo waren nun herrenlos, also "ronin". 47 von ihnen taten
sich zusammen und schworen Rache an Kira Kozukenosuke, hielten ihren Plan
allerdings geheim. Ihr Anführer war Oishi Kuranosuke. Am 31. Januar 1703
rächten sich die Samurai und folglich mussten auch sie "seppuku" begehen.
Ihre Gräber befinden sich auf dem Tempelgelände des Sengakuji-Tempels.
Auch wenn das Volk und andere Daimyos damals entsetzt waren, konnten sie nichts
dagegen tun. Der Racheakt steht heute jedoch im Bewusstsein der Japaner als
Symbol für Loyalität.

Bildquelle: Eigene Aufnahme. Gräber der Samurai.
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