axel.japan.bericht

 

 

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  1. Axel goes Sushi
  2. Japanisches Bier
  3. Bin ich wirklich in Tokyo?
  4. Leichte Brise aus Südwest...
  5. Meiji-Schrein
  6. Kultur und Sport
  7. Arbeitsames Volk
  8. Yokohama-Ausflug
  9. Parkraummanagement
  10. Senso-ji Tempel
  11. Imagine...
  12. Carneval de Tokyo?
  13. Like ice in the sunshine...
  14. U-Bahn fahren: ein Kampf!
  15. Typisch japanisch!
  1. Auf Edos Spuren
  2. Roppongi Hills
  3. Baumkultur
  4. Die künstliche Insel: Odaiba
  5. Hakone
  6. Gummistiefel-Gesellschaft
  7. Zu Gast im "kokugikan"
  8. Ikebukuro
  9. Die 47 Samurai
  10. Ein letzter Blick

 

Die 47 Samurai

Kein Aufenthalt im Ausland ohne auch etwas geschichtliches unterzubringen: mit Japan verbindet man als Europäer am ehesten die Samurai. Selbst heutzutage ist diese Geschichte noch vielen Japanern bekannt und mir nun auch. Denn ich habe den Sengakuji-Tempel besucht, der zur Soto-Zen-Sekte gehört und einer der Haupttempel dieser Sekte ist.

Sengakuji Tempel

Bildquelle: Eigene Aufnahme. Sengakuji Tempel.

Die Geschichte der Samurai geht folgendermaßen: Asano Naganori war 1701 Daimyo am Hof des Shogun und wurde beauftragt, den Neujahrsempfang für den kaiserlichen Gesandten aus Kyoto zu organisieren. Die Feinheiten des Empfangsprotokolls sollten ihm von Kira Kozukenosuke beigebracht werden, der ihm jedoch nicht alles beibrachte, um ihn bloßzustellen. Als Folge der Provokation erhob der Daimyo das Schwert gegen Kira Kozukenosuke, ohne ihn aber zu töten. Da man jedoch sein Schwert am Hof des Shoguns nicht ziehen durfte, drohte dem Daimyo nun die Todesstrafe. Noch am selben Tag musste Asano Naganori sterben und er durfte dabei den rituellen Selbstmord, "seppuku" genannt, begehen.

Oishi Kuranosuke

Bildquelle: Eigene Aufnahme. Anführer der Samurai: Oishi Kuranosuke.

Die Samurai des Daimyo waren nun herrenlos, also "ronin". 47 von ihnen taten sich zusammen und schworen Rache an Kira Kozukenosuke, hielten ihren Plan allerdings geheim. Ihr Anführer war Oishi Kuranosuke. Am 31. Januar 1703 rächten sich die Samurai und folglich mussten auch sie "seppuku" begehen. Ihre Gräber befinden sich auf dem Tempelgelände des Sengakuji-Tempels. Auch wenn das Volk und andere Daimyos damals entsetzt waren, konnten sie nichts dagegen tun. Der Racheakt steht heute jedoch im Bewusstsein der Japaner als Symbol für Loyalität.

Gräber der Samurai

Bildquelle: Eigene Aufnahme. Gräber der Samurai.