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Zu Gast im "kokugikan"
"Kokugikan", so heisst das Stadion, in dem die Sumokämpfe ausgetragen
werden. In Tokyo finden dreimal im Jahr solche Sumo-Tournaments statt, im
Januar, Mai und September. Drei weitere Turniere finden in anderen Städten
in Japan statt (Osaka, Nagoya, Fukuoka). Sie sind immer 15 Tage lang und an
jedem Tag muss jeder Ringer einen Kampf absolvieren. In dem Sumo-Stadion ist
über dem "doyo" das Shimmei-Dach, die Plätze direkt um den Ring sind
so nah dran, dass schon mal ein Sumoringer dort landet, wenn er aus dem Ring
geworfen wird.

Bildquelle: Eigene Aufnahme. Sumo-Stadion: kokugikan.
In dieser rund 2000 Jahre alten Nationalsportart findet man noch viele
Elemente aus dieser langen Tradition. Die Vorstellung der Sumoringer ist eines
dieser Elemente, wie auf dem ersten der nachfolgenden Bilder zu sehen. Danach
werden die einzelnen Paarungen aufgerufen und die weiteren Rituale, wie das
Aufstampfen auf dem Boden und das reinigen mit Salz, werden durchgeführt.
Je höher die Ringer in der Hierarchie sind, desto länger dauert dieses
Ritual, denn hierbei spielen auch psychologische Aspekte eine Rolle.


Bildquellen: Eigene Aufnahmen. Rituale beim Sumo.
Die meisten Kämppfe sind dann recht kurz, die langen und spektakulären
werden dafür mit dem vielfachen Applaus belohnt. Die Bewertung wird durch
einen Ringrichter und fünf Schiedsrichter vorgenommen, die bei knappen
Entscheidungen im Ring zusammenkommen, um das Ergebnis zu diskutieren. Die
Regeln, wer gewonnen hat, sind im Prinzip recht einfach: wer den Ring als erster
verlässt oder innerhalb des Rings mit einem anderen Körperteil als
den Füßen den Boden berührt, hat verloren.

Bildquelle: Eigene Aufnahme. Sumokampf.
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