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Gummistiefel-Gesellschaft
Wieder mal setzt sich Tokyo an die Weltspitze, nämlich genau dort, wo die
Gummistiefel-Gesellschaft unterwegs ist: am Fischmarkt. Wer dieses Spektakel
ansehen will, muss sich früh auf den Weg machen, denn sonst ist schon
alles vorbei. Wie auf jedem anderen Großmarkt der Welt auch. Wer zum
Fischmarkt in Tokyo kommt, dem fallen zunächst nicht die Fische und
sonstigen Meerestiere auf, sondern die Massenverarbeitung von Eis. Große
Blöcke werden angeliefert, zersäge und zu Eiswürfeln verarbeitet.
Es gibt zudem überdimensionale Abfüllanlagen für Eiswürfel,
wo sich die Käufer ihre Kisten vollladen.

Bildquelle: Eigene Aufnahme. In rauhen Mengen verarbeitet und verbraucht: Eis.
Wenn man sich dann durch die engen Gänge der Halle durchgefunden hat,
landet man beim Herzstück des Fischmarktes: der Auktion. Was hier abläuft,
muss man eigentlich selbst erleben, die Art und Weise, wie die Händler
ihren Fisch anpreisen und den Preis in die Höhe treiben, ist einmalig.
Der Anbieter hat einen kleinen Hocker, eine Glocke, Listen und Stift. Als
erstes klingelt er mit der Glocke, damit er Aufmerksamkeit bekommt, dann
ruft er hinaus, um welchen Fisch es sich dreht und die Auktion geht los.
Die Käufer haben standardmäßig eine Taschenlampe, um den
Fisch genau zu betrachten und einen Eispickel, um den (z. T. gefrorenen) Fisch
nach gewonnener Auktion auf ihren Wagen zu laden. Dazu sind dann schon zwei
bis drei Mann notwendig.

Bildquelle: Eigene Aufnahme. Das Spektakel schlechthin: die Fischauktion.
Hat man einen Fisch ersteigert, wird er zu seinem Stand in der riesigen Halle
gebracht. Dort beginnt dann die Verarbeitung, mit einer Säge wird der
Fisch in immer kleinere Teile zerlegt, Krebse werden eingelegt, ... Das kann
dann im Resultat so aussehen, wie die nachfolgenden Bilder zeigen.


Bildquellen: Eigene Aufnahmen. Verarbeitung und Endprodukte.
Die Leidtragenden sind natürlich die Fische selbst, nachfolgend mal ein
Bild eines eingefrorenen Fisches.

Bildquelle: Eigene Aufnahme. Deutlich unterkühlt: der Fisch.