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Typisch japanisch!
Auf dem Weg durch Tokyo fallen mir immer wieder Sachen oder Verhaltensweisen
auf, die ich für typisch japanisch halte. Ich weiß nicht so recht,
wo ich anfangen soll, daher kommt wohl alles durcheinander.
Ich beginne mit dem Offentsichtlichsten: Es scheint, als ob für Japaner
ein Leben ohne Handy nicht möglich ist. Jede freie Sekunde wird damit
verbracht, sein Handy der Allgemeinheit zu präsentieren. Rausholen,
ein kurzer Blick auf das LCD-Display außen, Handy aufklappen (alle nicht
aufklappbaren Handys sind out!), herumtippen, wenn möglich noch ein Foto
schießen, im (zugegebenermaßen schnellen) Internet surfen,
zuklappen, wegstecken. Blick links, Blick rechts. Handy rausholen, ...

Bildquelle: Eigene Aufnahme. Handymanie.
In U-Bahnen und Zügen ist, neben dem Handy (Platz 1) und Schlafen
(Platz 2), Zeitung lesen eine oft gesehene Beschäftigung. Was daran so
typisch ist, ergibt sich aus der Auslastung der U-Bahnen und Züge, die
vor allem im Berufsverkehr ziemlich voll sind. Zwangsläufig ist das
Lesen einer Zeitung da nicht so einfach möglich, den es mangelt an
Platz. Ich stelle euch mal den Unterschied zu europäischen Zeitungslesern
im Selbsttest vor, wobei man beachten muss, dass japanische Schriftzeichen auch
von oben nach unten geschrieben werden können (und dann spaltenweise von
rechts nach links gelesen werden).

Bildquelle: Eigene Aufnahme. Zeitung lesen europäisch.

Bildquelle: Eigene Aufnahme. Zeitung lesen japanisch.
Im Bereich "Wohnen" habe ich euch den Begriff "tatmi" vorgestellt, es wird aber
Zeit, dass ihr ihn auch begreift. Die Maßeinheit basiert auf den so
genannten Tatami-Matten, die traditionell in japanischen Räumen verlegt
wurden. Diese Matte hat eine genormte Größe und so kann die
Zimmergröße in "tatami" angegeben werden.

Bildquelle: Eigene Aufnahme. Japanischer Tatami-Raum.
In Japan gibt es eine typische Sorte Mensch, die nicht durch Fastfood
geprägt ist, aber so aussieht: die Sumo-Ringer. In der Nähe einer
Sumo-Arena (kokugikan) habe ich diese aussagekräftige Statue gefunden.
In weiteren Straßen stehen Statuen, welche Handabdrücke berühmter
Sumoringer zeigen.

Bildquelle: Eigene Aufnahme. Sumo-Ringer-Statue in Ryogoku.
Eine letzte typische Sache will ich hier noch vorstellen, dann soll es erstmal
genug sein. Durchaus bekannt ist der Hang der Japaner, alles perfekt zu machen,
ebenso der Drang, jede Bewegung durch ein elektronisches Gerät zu
ersetzen. Die Highlight-Quizfrage für alle, die noch nie in Japan waren:
Wofür soll das nachfolgend abgebildete Gerät sinnvollerweise
eingesetzt werden?

Bildquelle: Eigene Aufnahme. Tolles Gerät, nur für was?